Nachdem OStR Gerhard Plüschke, der das Sinfonieorchester der Berliner Lehrerensembles "Dr. Theodor Neubauer" (meist kurz als "Berliner Lehrerorchester" bezeichnet) 13 Jahre von Anfang 1968 bis 1981 geleitet hatte, diese Aufgabe aus Krankheitsgründen aufgeben musste, konnte das Orchester nach einem kurzen Interregnum den Musikdirektor und Vollblutmusikanten Hans Bitterlich (Jahrgang 1926) als neuen Dirigenten gewinnen.
Nach seinem Musikstudium in Dresden (Dirigieren, Komposition und Klavier) wurde Hans Bitterlich Dirigent von Kammerorchestern und Chören. Nachdem er ab 1952 das Sinfonieorchester in Bad Salzungen aufgebaut hatte, wurde er 1954 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz). 1956 wechselte er in gleicher Position als Musikdirektor nach Frankfurt/Oder. 1966 wurde er Dramaturg und schließlich, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1991, Chefdramaturg beim Berliner Sinfonieorchester. An der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" unterrichtete er von 1961 bis 1981 Orchesterleitung.
In die Zeit der künstlerischen Leitung des Orchesters durch Hans Bitterlich fiel die Auflösung des Berliner Lehrerensembles "Dr. Theodor Neubauer" als Folge des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland und die dadurch nötig gewordene Gründung des Vereins "Berliner Lehrer-Sinfonieorchester e.V.", die Hans Bitterlich mit viel Tatkraft und Leidenschaft begleitet und unterstützt hat.
Am 19. Dezember 1997 dirigierte Hans Bitterlich sein letztes Konzert mit unserem Orchester. Als seinen Nachfolger konnten wir dann StD Winfried Szameitat gewinnen, der mit seinem ersten Konzert im Sommer 1998 die Arbeit seines Vorgängers fortsetzte.
Hans Bitterlich ist heute als Ehrenmitglied weiterhin freundschaftlich mit dem Orchester verbunden.